Petra 12/09 Buch-Extra
Im Gegensatz zu vielen „historisierenden Romanen“ deren zeitgenössische Handlung aus Umsatzgründen ins Mittelalter verlegt wurde, wirkt dieser Roman sehr authentisch was Personen, Sprache und Lebensumstände der damaligen Zeit betrifft. (…) Oftmals wurde ich beim Lesen an Eccos Meisterwerk „Der Name der Rose“ erinnert und denke, dass man dieses Buch durchaus damit vergleichen kann.
Mein Fazit: Ein sehr authentischer „Mittelalter-Krimi“, voller Spannung, atmosphärisch dicht und brillant geschrieben. Ein lohnendes Lesevergnügen, und ein Buch von dem ich hoffe, dass es von sehr vielen Lesern entdeckt wird.
Es ist der Beginn eines historischen Krimis, der an Dan Browns Illuminati erinnert. So geht es nicht nur um rätselhafte Ereignisse im Kloster. Schließlich mündet die Handlung in einem Kampf um das Überleben des Christentums.
Die bereits vorhandenen Vorkenntnisse wurden durch sorgsame historische Recherchen ergänzt. So gelingt es der Autorin, den komplexen Handlungsverlauf glaubhaft und spannend zugleich voranzutreiben. Die fiktiven Handlungsebenen bieten viel Spannung, dedektivistische Rätsel und Horror-Nervenkitzel, dann die Verschwörer schrecken vor keinem Mittel zurück, die eigenen Interessen durchzusezuen.
Heike Koschyk gelingt das Versetzten der Welten so wunderbar, dass man dieses Buch öffnet und sofort mit beiden Beinen im Jahr 1188 steht. Die Welt der damaligen Menschen mit ihren Gefühlen, Hoffnungen, Glauben bringt dieser Roman dem Leser sehr nah. Vier Tage in einem Kloster, welche neue Erfahrung, nicht nur für die Protagonistin.
Mit einer kräftigen Portion Spannung erzählt Heike Koschyk eine Geschichte die wahre Begebenheit mit Fiktion mischt, alles sehr glaubwürdig und plastisch. Mein Kopfkino zeigte mir einen ausgezeichneten Film. Fazit: Spannend, fesselnd, glaubwürdig, einfach toll geschrieben.